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© Miroslaw / pixelio.de

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Hast du noch nie empfunden: es muss anders werden! Wenn du z. B. im Wald saßest und die lieben Bäume und Gräser um dich herum sahest, von denen dich doch so ein Weltabgrund der Nichterkenntnis schied! Was waren sie eigentlich, wo war ihre Seele, wo war der Punkt, in dem ihr euch brüderlich treffen konntet, nicht nur in dumpfer Liebe von deiner Seite, sondern euch gleichsam ins gottgeschwisterliche Auge schauend? Wäre es nicht unsinnig, wenn es in einer Welt, so weit und verschwenderisch angelegt, immer so bliebe, nie anders würde? Muss es nicht anders werden? Und löst diese Not und Notwendigkeit nicht etwas in dir, das sagt: Ja, es muss besser werden, und ich will Tag um Tag dem Geist und den Geistern der Dinge entgegengehen, sind sie doch gewiss auch schon längst auf dem Wege zu mir.

© Christian Morgenstern

Ja, ich gelte als zurückhaltend und bescheiden. Schon als Kind war ich so. Einmal wollte mir eine Cousine ein paar Schuhe schenken, nahm mich mit in den Schuhladen und sagte, ich solle mir die aussuchen, die mir am besten gefallen. Was tat ich? Ich suchte Schuhe, die nicht zu teuer waren und die sich meinen Wunschvorstellungen in etwa annäherten, denn ich wusste, dass sie nicht gerade reich ist.

© Herzgeist

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Ich habe schon das eine oder andere Mal dieses Verhaltensmuster widerwillig durchbrechen müssen, aber im Großen und Ganzen handhabe ich das heute immer noch so.

In den letzten Tagen jedoch ist mir bewusst geworden, dass ein solches Verhalten, auf Dauer beibehalten, schädlich ist. Denn in ihm liegt eine bestimmte Einstellung zu mir selbst: Ich gehe immer etwas unter das Niveau, was ich eigentlich möchte – so auch in der Qualität meiner Beziehungen. Einerseits gebe ich mich also mit weniger zufrieden, andererseits gebe ich auch weniger: In aller Bescheidenheit denke ich auch bescheiden darüber, was ich geben kann und halte mich zurück. So liegen Geiz und Bescheidenheit eng beeinander.

Indem ich mein Licht unter den Scheffel stelle, strahlt es nicht so hell und weit, wie es könnte – und erzeugt so weniger Resonanz! Ist der Schaden so nicht größer als der Nutzen? Und für wen oder was halte ich mich eigentlich zurück?

Eine Zeit lang dachte ich, ich tue es aus Menschenliebe. Ich mache den anderen Platz, damit sie mehr strahlen können. Doch übersehe ich nicht dabei, dass dem einen oder anderen das Strahlen vielleicht leichter fiele, gäbe es da jemanden, der den Grundton für sie anstimmt?

Auf die Dauer ist das Beibehalten von Bescheidenheit auch anstrengend. Ich tat es auch aus Selbstschutz heraus, weil ich die Negativität der Menschen und die darin liegende Zerstörungskraft trotz aller Menschenliebe fürchtete. Doch nun halte ich den Deckel nur nach aus Gewohnheit darauf. Das erfordert viel (Gedanken-)Kontrolle und verbraucht viel Energie. Und nochmal: Wem nützt das?

Somit komme ich zu dem Schluss, dass es ebenso eine Ego-Tendenz sein kann, sein Licht unter dem Scheffel zu halten und den Mund zu halten, wo ich eigentlich etwas zu sagen hätte. Und was vielleicht dem einen oder anderen Menschen durchaus eine Bereicherung sein könnte. Es ist die Tendenz, sich selbst zu bewahren. Und ich denke, dass viel zu viele Menschen ihr eigenes Strahlen unterdrücken, aus Angst, verletzt zu werden.

Wie wäre es mit folgender Umdeutung: Ich lasse es strahlen, aus Freude am (mit)teilen!?

… und ein Neubeginn

Definierst du dich über die Vergangenheit? Diese Frage beschäftigte mich die Tage intensiv. Karma ist ja immer wieder ein wichtiger Begriff, insbesondere auch im Buddhismus. Wenn er gelehrt wird, hat er immer eine Konnotation von Schwere. Etwas, was uns einfach anhaftet. Und, je nachdem welcher Lehrer diese Idee transportiert, kann einem dieses Konzept schon ganz gewaltig im Nacken sitzen. Weiterlesen »

Dem Tröpfeln des Regens lauschend, das ab und an unterbrochen wird von geschäftig vorbei zischelnden Autos, sitze ich seit langer Zeit mal wieder mit Stift und Papier (anstelle des Laptops) hier, um einen Blog-Eintrag zu schreiben.

© Paul-Georg Meister / pixelio.de

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Die Tage verstreichen mit schamanischem Reisen und Meditation, denn ich bin dabei, Teile meiner Seele wieder zu finden, die in den letzten 7 unglaublichen Jahren auf der Strecke geblieben sind. Weiterlesen »

© Gerd Altmann / pixelio.de

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Ich finde es wirklich spannend, wenn mir jemand erzählt, wie er die Probleme und Hindernisse seines Alltags bewältigt, insbesondere die im zwischenmenschlichen Bereich. Ich brenne darauf, zu erfahren, wie andere Würde, Liebe und Respekt anderen gegenüber angesichts solcher Alltäglichkeiten wie einen Streit um das Aufräumen der Küche bewahren. Warum? Weil es alltägliche Situationen sind, in denen sich der Nutzen von Spiritualität zeigt. Weiterlesen »

Im September wird er wieder im Münchener Garchen Institut zu Gast sein. Das Programm findet Ihr hier: Garchen Institut.

Ein sehr schönes Video (Englisch) über Garchen Rinpoche auf Youtube, was ich leider nicht hier einbetten konnte, ist hier anzusehen: Garchen Rinpoche – For The Benefit Of All Beings. Ein Dokumentarfilm ist in Arbeit und dieses Video ist ein Ausschnitt daraus. Weitere Informationen dazu: hier klicken. Wer möchte und kann, hat die Möglichkeit, für diesen Film zu spenden.

© Dieter Kreikemeier / www.pixelio.de

© Dieter Kreikemeier / pixelio

1. Losung:

Zuerst übe

dich in den

Vorbereitungen.

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Pema Chödrön geht in meiner Ausgabe von “Beginne, wo du bist” auf diesen Punkt nicht näher ein. Sie betont, dass die grundlegende Praxis die der Shamatha-Vipashyana-Meditation ist, die schon erwähnt wurde (P. Ch., S. 25).

Für einen Nicht-Buddhisten ist es auch ohne Kenntnis oder Bekenntnis zu diesen grundlegenden Überlegungen möglich, aus den Lojong-Lehren Nutzen zu ziehen. Der Vollständigkeit halber gehe ich im Folgenden auf die traditionellen Erklärungen (sehr kurz und knapp) ein. Weiterlesen »

Ich eile durch dunkle Gänge und Räume, auf der Flucht vor Soldaten, die dicht auf meinen Fersen sind. Ich fühle eine Mischung aus Furcht und Beklemmung und trotzdem einer merkwürdige Ruhe, denn ich weiß, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis auch ich dran bin. Ich gelange in einen Raum, aus dem es kein Entkommen mehr gibt. Ich wende mich meinen Verfolgern zu. Einer schießt. Eine Gewehrsalve trifft auf meinen Körper. Doch irgendwie bin ich schon eine Weile auf einer anderen geistigen Ebene. Ich denke noch: “Komisch, erschossen zu werden ist gar nicht so schlimm”, während ich zu Boden sinke.

Eine Erinnerung an das Ende eines vergangenen Lebens, die auftauchte, als ich vor Jahren bei meiner Mutter ein wenig in einem Buch blätterte Weiterlesen »

Was mich auf Englisch schon länger berührt hat, endlich im Internet auf Deutsch gefunden:

© Gerd Altmann / pixelio.de

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Es kümmert mich nicht, wie Du Dein Geld verdienst.
Mich interessiert, was Dich begeistert, und ob Du mutig genug bist,
die Träume Deines Herzens zu verwirklichen.

Es kümmert mich nicht, wie alt Du bist.
Mich interessiert, ob Du bereit bist, wie ein Narr auszusehen,
für Deine Liebe, für Deine Träume und das Abenteuer, lebendig zu sein.

Mich kümmert nicht, welche Planeten Deinen Mond umkreisen.
Mich interessiert, ob Du zur Wurzel Deiner Sorgen vorgedrungen bist,
ob Du von den Betrügereien des Lebens geöffnet wurdest
oder aus Angst vor weiterem Schmerz zusammensinkst und dich verschließt.

© Dagmar Zechek / pixelio.de

© Dagmar Zechel / pixelio.de

Ich möchte wissen, ob Du mit der Freude verweilen kannst,
der von mir und Deiner eigenen,
ob Du vor Wildheit tanzen kannst und der Ekstase erlaubst,
Dich bis zu den Fingerspitzen und Fußzehen zu erfüllen,
ohne vorsichtig zu werden oder vernünftig zu werden
und Dir einreden lässt, das gehöre sich nicht.

Es kümmert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählst, wirklich stimmt.
Ich möchte wissen, ob du es schaffst, jemanden zu enttäuschen,
um dir selbst treu zu bleiben,
ob du den Betrug aushalten kannst, ohne Deine Seele zu verraten.

Ich möchte wissen, ob Du die Schönheit eines jeden Tages sehen kannst,
selbst, wenn er nicht „schön“ ist, ob Du Dein Leben aus seiner Quelle speist.
Ich möchte wissen, ob Du mit Fehlern leben kannst,
Deinen eigenen oder denen von mir.
Und immer noch am Ufer des Sees stehen kannst
und dem silbernen Kranz des Vollmondes Dein JA entgegen rufst.

© Gerd Altmann / pixelio.de

© Gerd Altmann / pixelio.de

Es kümmert mich nicht, wo Du lebst oder wie viel Geld du verdienst.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer Nacht von Trauer und Verzweiflung
aufstehen kannst, zerschlagen und ausgelaugt
und doch den Kindern geben kannst,
was sie brauchen.

Es kümmert mich nicht, wer Du bist oder wie Du hierher gekommen bist.
Ich möchte wissen, ob Du mit mir im Zentrum des Feuers stehen kannst,
ohne zurückzuweichen.

© Kultor / pixelio.de

© Kultor / pixelio.de

Es kümmert mich nicht, wo, was oder mit wem Du studiert hast.
Ich möchte wissen, was von Dir bleibt, wenn alles Äußere abfällt.
Ich möchte wissen, ob Du alleine mit Dir sein kannst,
ob Du wirklich in Momenten der Leere ganz bei Dir sein kannst.

© Oriah Mountain Dreamer

Hier gibt es das Ganze in Buchform: hier klicken und hier geht es auf die Englische Website von: Oriah.

© Gerd Altmann / pixelio.de

© Gerd Altmann / pixelio.de

Aus gegebenen Anlass ( Armutsaltas des Paritätischen Gesamtverbandes) denke ich wieder einmal daran, dass Lebenshilfe in meinen Augen zu viel kostet. Weiterlesen »

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